Wie viele über die Zeit gewachsene Orte hat auch Züntersbach eine „bewegte“ Vergangenheit. Eine erste urkundliche Erwähnung mit der Bezeichnung „Ziuncilesbah“ resultiert um das Jahr 900, wobei Ansiedlungen von Menschen sicher schon zu einem früheren Zeitpunkt in der Region stattfanden. Ein runder Geburtstag konnte daher zum Millennium im Jahr 2000 in Form einer großen 1100-Jahrfeier begangen werden.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte für die Züntersbacher wieder und wieder die Obrigkeit: Herrscher aus Franken, dem Hochstift Fulda, der Grafschaft Hanau, dem Kurfürstentum Hessen-Kassel, eine Kaiserlich-Französische Administration, dem Großherzogtum Frankfurt, dem Kaisertum Österreich, dem Königreich Bayern, dem Königreich Preußen (Hessen-Nassau) und andere mehr.
Für die Bewohner selbst änderte sich trotz wechselnder Verwaltung wenig. Die Mühen des täglichen Lebens, als auch die Abgaben blieben. Letztere flossen dann eben in die Taschen anderer Regenten.
Hinzu kam eine über viele Generationen herrschende Teilung des Ortes, bedingt durch die großen christlichen Konfessionen. 1863 genau 127 Jahre vor der Deutschen Wiedervereinigung gab es eine Vereinigung im Kleinen, die Züntersbach wieder zu einem Ganzen zusammen fügte.
Als eigenständiges Gemeinwesen konnte sich das Dorf bis zur großen Gebietsreform 1974 behaupten, ehe es zusammen mit elf weiteren Ortsteilen zur Gemeinde Sinntal verschmolzen wurde.